Vom Sich-treiben-lassen

In den letzten Tagen habe ich machmal die Befürchtung, dass die graue Wolkendecke gekommen ist, um zu bleiben. Stimmt natürlich nicht, irgendwann strahlt auch wieder der blaue Himmel und die Sonne kitzelt auf der Haut. Um uns von dem Miesepeter-Wetter nicht zu sehr die Motivation rauben zu lassen, haben wir heute einfach nur schöne Dinge getan und in den Tag hineingelebt, das Zwergenmädchen und ich.

Die kleine Frau entscheidet selbst, womit sie spielen möchte. Viele ihrer Bücher, die Holz- und Schleichtiere, die Holzbausteine und Kuscheltiere sind auf ihrer Höhe im Regal eingeräumt oder stehen in Körben bereit. Wir versuchen ganz bewusst, nicht allzu viel Spielzeug anzusammeln und stellen ihr auch nicht immer alles bereit. Regelmäßig tausche ich bestimmte Dinge aus. Sachen, die zuletzt nicht mehr beachtet wurden, werden nach einigen Wochen plötzlich wieder interessant.

Ungebrochen ist ihre Buchliebe. Mindestens zwei, drei Bücher muss das Zwergenmädchen am Tag ansehen, allein oder mit uns. Die gemeinsame Abendlektüre gehört ohnehin zum festen Zubettgehritual. Ansonsten stehen momentan Tiere aller Art hoch im Kurs: Ob die Holztiere von Holztiger und Ostheimer, die Schleich- oder Kuscheltiere. Letztere werden mit Vorliebe beschmust, gefüttert und zugedeckt. All die anderen Tiere kommen seit neuestem ins Gehege. Heute haben wir die Bären eingesperrt und dann wieder frei gelassen. „Bäääaa, Bäääaa!“, ruft die kleine Frau immer freudestrahlend, wenn sie ihre kleine Sammlung vor sich sieht.

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Ein weiteres wichtiges Geheimmittel im Kampf gegen Schietwetter-Schlechte-Laune: Rausgehen, egal wie schietwettrig es ist. Am besten in farbenfrohen Klamotten, wenn schon der Himmel so trist ist. Das Bild ist zwar von vorgestern, aber das Outfit war heute das gleiche. Und auf diese Weise zeige ich gleich noch die neue Zwergenmütze in fröhlichem Froschgrün.

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Anschließend haben wir zusammen gekocht, Kartoffeln mit Schafskäse und Veggie-Wurst, weil die das Zwergenmädchen so gerne mag. Dank Lernturm kann sie schon richtig mithelfen. Jetzt ärgere ich mich etwas, dass ich ihn vorhin nicht fotografiert habe – aber eigentlich hat er sogar einen eigenen Post verdient. Für uns ist der Lernturm jedenfalls eine der besten Anschaffungen überhaupt.

Getrunken wird beim Zwergenmädchen übrigens am liebsten nur noch aus durchsichtigen Gläsern. Ihren Bambusbecher nutzt sie eher zum Händewaschen, zum Schütten oder um Rosinen und Apfelstückchen darin zu versenken. Die großen Gläser mag sie besonders und meist klappt das Trinken mittlerweile ohne viel Verschütten. Die Kinder lernen das so schnell – ich glaube, sie hat sich höchstens zwei, drei Mal einen Großteil über den Pullover geschüttet und jetzt klappt das schon so prima.

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Jetzt wird noch mit Papa geduscht und ich kann mich meinem neuesten Projekt widmen: Handlettering mit den frisch erstandenen Brushpens. Gar nicht so leicht! Zumal sich meine Kreativität im Bezug auf Schriften ziemlich in Grenzen hält… Ein Hoch auf das Internet und die schier endlosen Inspirationsquellen, kann ich da nur sagen. Auf jeden Fall ist es aber wahnsinnig entspannend und fast schon meditativ. Gestern ging damit ganz fix der Abend rum.

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Ich hoffe, euer Wochenbergfest war genauso schön.

Liebste Grüße,

Eure Martina

Unser wundervoller Mittwoch ist bei Mittwochs mag ich.

 

 

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6 Gedanken zu “Vom Sich-treiben-lassen

  1. Bücher sind hier auch heißgeliebt und die Schleichtier-Sammlung erst, ich glaub darüber schreib ich morgen gleich! Jetzt hast du mich inspiriert 🙂
    Schön dass ich dich hier gefunden habe, ich glaub, allein duchs Lesen haben wir ein paar Gemeinsamkeiten 🙂 Ganz liebe Grüße

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  2. Liebe Martina,
    ein so schöner Post. Ich habe mich von dir zum Schreiben inspirieren lassen, ganz ähnlich sahen solche Tage früher bei uns auch aus. Es gibt kaum was Schöneres, als mit so einem Mäuschen Bücher zu wälzen. Mittlerweile haben wir deutlich mehr Action, Bewegung statt lesen oder intensiv spielen, sagt Nr. 2. Aber auch schön, nur anders.
    Am 20. März ist Frühlingsanfang, also schon fast in Sicht.
    Liebe Grüße und genieße weiter,
    deine Elli

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    1. Liebste Elli,
      Mensch, ich war vielleicht gerührt! Und geehrt 🙂 Deinen Post fand ich ganz schön spannend, weil ich das so gar nicht kenne mit einem so aktiven Kind in Dauerbewegung. Befreundete Eltern meinten letztens zu uns, mit Leni wäre es ja fast so, al hätte man keine Kinder, weil sie ein ziemlich ruhiger Charakter ist, sehr vorsichtig und häufig auch schnell auf ein Nein folgt. Ich bin mal gespannt, wie unsere Nummer zwei sein wird, sollte es hoffentlich noch einmal klappen. So einen süßen Wirbelwind wie Tristan nähme ich sofort 😀 Liebste Grüße zurück, Martina

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