KiTa-Start, KiTa-Viren und die liebsten Wollmützen

Eigentlich sollte heute der zweite Teil der Stoffwindelreihe kommen. Dazwischen kam eine gemeine KiTa-Viren-Erkältung, die nacheinander das Zwergenmädchen, den Liebsten und zum Schluss auch mich niedergestreckt hat – wobei sich die kleine Frau von Fieber, Schnupfen und Husten ziemlich unbeeindruckt gezeigt hat und auch sehr schnell wieder fit war, zum Glück.

Seit einer Woche nämlich sind wir mitten in der KiTa-Eingewöhnungsphase und es klappt ganz toll (abgesehen natürlich von der Krankheit). Das Zwergenmädchen freut sich jeden Morgen auf die anderen Kinder und stürzt sich immer gleich ins Getümmel. Mit ihr sind 11 weitere Kinder in der Gruppe der 1-3jährigen, betreut von drei Erziehern und einer Praktikantin, was ich einen sehr guten Betreuungsschlüssel finde. Nicht selten werden hier in der Stadt 16 und mehr Kinder von nur zwei Erziehern plus Praktikant beaufsichtigt. Neben dem Betreuungsverhältnis war uns zudem wichtig, dass die Kinder möglichst viel nach draußen können, im besten Fall jeden Tag. Zudem decken sich die Grundsätze der KiTa mit unserer Vorstellung von Attachment Parenting – bedürfnisorientierter Erziehung. Wir hatten auch lange über ein Montessori-Kinderhaus nachgedacht, haben dann aber ganz zufällig diese, unsere KiTa gefunden, bei der das Bauchgefühl sofort gestimmt hat. Die KiTa liegt direkt am Park, hat einen eigenen Garten und einen Hasenstall, die Gruppe ist klein und Spielen und Entdecken sind ganz ohne Zwang möglich. Niemand muss aufessen oder gegen seinen Willen raus gehen, wenn Kinder weinen, werden sie getröstet, wer alleine nicht in den Schlaf findet, wird auch getragen.

Das Zwergenmädchen hat bereits zwei kleine Verehrer (die sich darum streiten, wer ihr einen Abschiedkuss geben darf) und eine große Freundin, die ein bisschen auf sie aufpasst. Zu sehen, wie unbefangen unser Mädchen mit den anderen Kindern spielt, interagiert und sich einbringt macht mich so glücklich. Im Moment muss sie sich noch ca. alle 30 Minuten rückversichern, dass ich noch da bin. Meist genügt ein kurzer Blick und weiter geht es mit Toben. Mein großes Mädchen! Ein bisschen wehmütig werde ich und gleichzeitig bin ich unendlich stolz auf sie.

Da wir nun der Reihe nach krank waren, konnte ich den zweiten Stoffwindelteil leider nicht so vorbereiten, wie ich das gerne möchte. Er kommt aber noch diese Woche, versprochen! Bis dahin gibt es als Entschuldigung und Überbrückung ein paar Bilder unserer aktuellen Lieblingsmützen und gleichzeitig einen kleinen Einblick in unsere nachmittäglichen Abenteuer. Auf unseren Streifzügen haben wir außerdem den Hühnerstall der Gesamtschule entdeckt und müssen nun regelmäßig die großen „Gööögel“ besuchen gehen.

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Ansonsten spielen wir gerne Verstecken hinter Bäumen oder das Zwergenmädchen läuft getarnt als kleiner Bär durch den Park, während es auf der Wasserflaschentrompete spielt.

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Morgen startet Woche zwei der Eingewöhnung. Ich hoffe, mein Immunsystem ist nun etwas besser gewappnet.

Ich wünsch euch noch einen wundervollen Sonntag-Abend, ob mit oder ohne Tatort (bei uns mit),

Martina

Unsere Mützen sind bei kiddiekram und Auf den Nadeln.

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4 Gedanken zu “KiTa-Start, KiTa-Viren und die liebsten Wollmützen

  1. Hallo liebe Martina, bin gerade auf deinen Blog aufmerksam geworden – sehr nett was und wie du schreibst:-)!
    Weshalb ich dir schreibe ist Folgendes…
    Mein Sohn kommt diesen Sommer auch in den Kindergarten (er ist dann 2,5 Jahre alt). Unser Bauchgefühl stimmt bei der Kita eigentlich auch, aber ich frage mich, ob die Länge der Draussen-Spielzeit ausreicht. Die Kinder sind nach Aussage der Erzieherin 2x täglich jeweils für eine Stunde im direkt(!) angrenzendem Park/Spielplatz draussen. Einmal von 11-12Uhr und dann nochmal von 16-17h. Allerdings wird mein Sohn nicht so lange in der Kita bleiben, da ich ihn nach dem Mittagessen gegen 13h abholen möchte. Natürlich gehe ich dann an den Tagen auch selber nochmal mit ihm raus, aber mir kommt eine Stunde Draussen-Spielzeit am Vormittag doch ein bisschen wenig vor.
    Magst du mir verraten wie das bei euch geregelt ist, und was du dazu denkst:-)? Oder gerne auch was andere schon erfahrene Mütter/Väter dazu denken?
    LG Hanna

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Hanna,

      erst einmal vielen Dank für deinen netten Kommentar und entschuldige bitte meine späte Antwort!

      Ich kann dich sehr gut verstehen, mir war es auch extrem wichtig, dass die Kinder möglichst viel Zeit draußen verbringen können. Sehr gerne hätte ich unsere Tochter sogar in einen Waldkindergarten gegeben, aber das ist mitten in der Stadt leider nur schwer umsetzbar. Es war schon schwer genug, überhaupt einen Kindergarten zu finden, in dem die Kinder wirklich jeden Tag überhaupt einmal ins Freie kommen – manche der älteren Kindertagesstätten haben nicht einmal ein Außengelände (mittlerweile aber Pflicht bei Neugründungen) und müssen noch eine gute Wegstrecke bis zum nächsten Spielplatz zurücklegen. Oft bekamen wir zu hören: Zu anstrengend mit so vielen kleinen Kindern!
      In unserer KiTa sieht es nun so aus: die Kleinen (1-3 Jahre, hier ist auch unsere Leni) gehen nach dem Morgenkreis um ca. 10:30 raus, entweder in den eigenen Garten, wo es sogar ein Freilaufgehege für die zwei Hasen gibt (absolutes Kinderhighlight 😉 ) oder in den angrenzenden Park oder auf einen der nahen Spielplätze. Um 12:00 geht es zum Mittagessen, dann Mittagsschlaf bis ca. 14:00-14:30 und ab ca. 15:00 können alle wieder raus bis Open End bzw. KiTa-Schluss um 17:00. Für den Elementarbereich (3-5/6 Jahre) gilt das gleiche, nur ohne Mittagsschlaf (außer die, die das noch möchten/brauchen), d.h. sie können direkt nach dem Essen wieder in den Garten. Außerdem machen die Großen einmal in der Woche einen Ausflug in den Stadtforst und regelmäßig Ausflüge ins Umland, z.B. Richtung Altes Land. Das finde ich super.

      So sehr viel mehr Draußen-Zeit als bei euch ist es bei unseren Kleinen auch nicht. Allerdings geht es bei euch ja schon um den Elementarbereich, da finde ich es tatsächlich etwas schade, dass es nur 2 Stunden insgesamt sind. Morgens kann ich es noch verstehen, wenn man berücksichtigt, dass die Bringzeiten unterschiedlich sind, hinzu kommen Frühstück und Morgenkreis und dann schon wieder die Mittagsvorbereitungen… Und wenn du deinen Sohn nachmittags ohnehin selbst betreust und mit ihm raus gehst, fände ich das ok und für mich vereinbar. Vielleicht kann man die KiTa-Leitung trotzdem einmal fragen, ob nachmittags nicht wenigstens zwei Stunden möglich wären. Gerade jetzt im Frühling und Sommer… Ich finde, es gibt für Kinder nichts schöneres und besseres, als draußen zu sein. Drin sitzt man als Erwachsener später noch oft und lang genug…

      Ich wünsch euch alles Liebe und Gute für den KiTa-Start! Wenn du noch Fragen hast oder dich austauschen magst, melde dich gerne jederzeit wieder 🙂

      Habt ein feines Osterfrst!
      Liebe Grüße
      Martina

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