Zwergenmütze à la Pixiehat stricken:: eine Anleitung

Schon lange, lange und noch viel länger wollte ich endlich eine meiner liebsten Strickanleitungen mit euch teilen und heute ist es tatsächlich soweit. Die Rede ist von der berühmten Zwergenmütze oder auch Wichtelmütze, Pixiehat oder Zipfelmützchen – die Bezeichnungen sind zahlreich, gemeint ist aber die eine, unverwechselbare Pixiehat-Zwergenmütze, gestrickt in einem Rutsch aus simplen rechten und linken Maschen.

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Raffiniert sieht die Mütze aus und ist doch ganz einfach zu stricken. Der Pixiehat war auch eines meiner ersten Mützenstrickprojekte, entstanden nach der Anleitung meiner Oma. Diese einfache Anleitung für eine Zwergenmütze findet ihr nun hier, auf das bald noch viel mehr kleine Wollwichtelzwerge durch die Wälder, Wiesen, Städte und Dörfer streifen.

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ANLEITUNG: WIR STRICKEN EINE ZWERGENMÜTZE à la PIXIEHAT

Ihr braucht:

Stricknadeln in Größe 4 (wenn ihr eher locker strickt) oder 5 (für festere Stricker)

Passende Wolle: am besten Schurwolle oder Schurwollemischungen, z.B. mit Alpaca oder Merino. Ich nutze gerne die Drops Nepal und stricke diese mit Nadelstärke 4. Nehmt nicht zu dünne oder dicke Wolle, auch von sehr glatter Wolle (z.B. mit Seidenanteil) oder nicht-dehnbarer Wolle (reine Baumwolle) würde ich eher abraten.

Menge: bis zu einem Kopfumfang von ca. 46/47cm reicht 1 Knäuel à 50g der Drops Nepal oder ähnlich dicke Wolle. Für größere Mützen bitte 2 Knäuel bereithalten.

Die folgende Anleitung passt für einen Kopfumfang von ca. 46/47cm. Die Größe lässt sich aber sehr leicht anpassen: Pro Zentimeter mehr Umfang einfach eine Rippe weg- oder hinzunehmen. Außerdem sind die Zwergenmützen relativ dehnbar, d.h. sie wachsen lange mit.

Am besten macht vorher eine Maschenprobe im Rippenmusterverlauf: 22 Maschen und 26 Reihen sollten ein Quadrat von 10 x 10 cm ergeben, ungedehnt.

Los geht’s:

Schlagt mit euren Nadeln 70 Maschen an. An dieser Stelle eine kurze Bemerkung zur Maschenanzahl: Da in Zweier-Rippen gestrickt wird, muss die Maschenanzahl gerade sein. Begonnen wird in der Hinrunde mit abwechselnd zwei rechten und zwei linken M, die Reihe soll mit zwei rechten M enden. Das klappt meist am ehesten, wenn die Gesamtmaschenanzahl durch 6 teilbar ist, allerdings nicht immer. Wenn ihr am Ende der Hinrunde feststellt, dass diese mit zwei linken M enden würde, dann lasst diese beiden noch nicht gestrickten letzten M einfach fallen und zieht sie mit dem Anfangsfaden fest. Dieser kleine Schwanz lässt sich später einfach und unauffällig vernähen.

Strickt nun insgesamt vier Reihen in doppeltem Rippmuster: zwei M rechts, zwei M links.

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Die fünfte Runde (Hinrunde) beginnt ihr mit vier linken M, wechselt dann wieder in das klassische rechts-links Rippenmuster und strickt die letzten vier M der Reihe ebenfalls links wie die ersten vier M.

Die sechste Runde (Rückrunde) strickt ihr die ersten und letzten vier Maschen nun rechts, die dazwischenliegenden wie zuvor im klassischen rechts-links Rippenmuster.

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Die siebte Runde beginnt ihr mit sechs rechten M, wechselt dann wieder zum klassischen rechts-links Rippenmuster bis zu den letzten sechs M, die ebenfalls wie die Anfangsmaschen rechts gestrickt werden. In der achten Runde (Rückrunde) werden eben diese sechs Anfangs- und Endmaschen dann links gestrickt.

Runde 9: acht linke M am Anfang und am Ende, dazwischen rechts-links Rippenmuster. Runde 10: acht rechte M am Anfang und am Ende, dazwischen rechts-links Rippenmuster.

In jeder zweiten Runde wechselt ihr somit rechte und linke Maschen ab und übernehmt in der Wechselrunde jeweils am Anfang und am Ende der Reihe zwei Maschen aus dem Rippenmuster. So strickt ihr quasi immer länger werdende horizontale Rippen, die sich am Ende mit den Längsrippen treffen.

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Eigentlich ein ziemlich einfaches Prinzip, oder? Zum Schluss habt ihr ein solches rechteckiges Strickstück vor euch liegen, bei dem die letzte Hinrunde komplett rechts gestrickt wird: Die horizontalen Rippen treffen sich, die Längsrippen sind sozusagen „aufgebraucht“. Wer mag, kann schon in dieser Runde abmaschen; ich mache es meist in der darauf folgenden Rückrunde.

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Nun müsst ihr eure Mütze nur noch in der Mitte zusammenklappen und hinten mit einem Maschenstich sauber zusammennähen. Dann ist sie tatsächlich schon fertig, die Zwergenmütze à la Pixiehat. Ok, fast. Es fehlen natürlich noch die Bänder. Diese könnt ihr aus Kordeln machen (mein Favorit), flechten, häkeln oder auch stricken – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Kordeln oder geflochtene bzw. allgemein dünnere Bänder könnt ihr am unteren Mützensaum auch durch die Rippen ziehen, sodass die Zwergenmütze im Nacken gut anliegt. Ich nähe meine Kordeln immer in den Spitzen der Mützen fest. Bitte beachtet, dass ihr die Bänder nicht zu lang macht, um eine mögliche Strangulationsgefahr zu vermeiden.

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Viel Freude beim Stricken eurer Zwergenmützen – und seid gewarnt, die Suchtgefahr ist nicht zu unterschätzen. Aber ehrlich, kann man überhaupt je genug von diesen Mützchen haben? Ich behaupte ganz klar nein. Wer aber etwas Abwechslung möchte, der kann zum Beispiel hier vorbeischauen: Dort findet ihr meine Anleitung für eine klassische Teufelsmütze.

Ihr habt Fragen zur Anleitung? Schreibt mir gern!

Liebste Strickgrüße,

eure Martina

Unsere Zwergenmütze ist bei maschenfein „Auf den Nadeln“.

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14 Gedanken zu “Zwergenmütze à la Pixiehat stricken:: eine Anleitung

    1. Liebe Joey,
      Danke für deine Nachricht und den Hinweis! Für eine Mütze bis KU 46/47cm reicht ein Knäuel à 50g, zB von der Drops Nepal oder einer Wolle mit ähnlicher Dicke (empfohlene Nadelstärke 4-5). Ich habe es auch oben ergänzt 🙂 Viel Spaß beim Stricken und liebe Grüße
      Martina

      Gefällt 1 Person

  1. Liebe Martina,

    danke für die liebe Anleitung 🙂 für die richtige Anschlagszahl gibt es noch einen kleinen Trick: die Maschenzahl muss durch vier teilbar sein, und dann werden noch zwei Maschen addiert. So geht es bei mir immer auf 🙂

    Liebe Grüße! Mareike

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Mareike,
      vielen Dank für deinen Kommentar und vor allem den seeehr hilfreichen Tipp! 😀 Ich habe da schon sooo lange hin und her gerechnet… Mensch, und jetzt ists so einfach 🙂
      Liebe Grüße
      Martina

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  2. Spitzenklasse, ich danke dir erstmal für die Anleitung.
    Ich bin Anfänger und komme soweit ganz gut klar. Jetzt stellt sich mir in der 6. Runde aber die Frage … nach den 4 rechten Maschen … sind die 5. und 6. Masche dann auch erstmal rechts oder links???

    Danke und liebe Grüße
    Birgit

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  3. Liebe Martina, herzlichen Dank für diese tolle Anleitung. Das wird mein Sommerferien-Strickprojekt. Bin eigentlich eher die Häklerin, aber das sollte ich hoffentlich schaffen :-).
    Sag: kommt es drauf an, ob ich das mit Rundnadeln stricke oder nicht? Muss ich mit Rundnadeln bei deiner Anleitung was beachten bzw. umdenken?
    Vielen Dank und Herzgruss aus der Schweiz
    Wanda

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    1. Liebe Wanda,
      das freut mich sehr, dass dir die Mütze gefällt! Sie ist auch ein ideales Sommer-Projekt und einfach zu stricken. Es ist völlig egal, ob du mit normalen oder mit Rundnadeln strickst, denn die Mütze entsteht ja in Reihen und wird am Ende an der einen Seite zusammengenäht.
      Viel Spaß beim Stricken, schöne Ferien und falls du zwischendurch Fragen hast, melde dich gerne 🙂
      Viele Grüße
      Martina

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