Adventsreise #1

Nachdem wir gestern Abend ziemlich spät von einem Wochenende bei Oma und Opa zurückkamen, hat meine erste Adventsreise-Zusammenfassung bis heute warten müssen. Nun findet ihr hier endlich meine ersten Stationen #langsam, #Sehnsucht, #selbstgemacht und #Naturmagie. Viel Freude beim Schmökern und Bilder betrachten – und vielleicht ja auch mitmachen.

#langsam

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Vor genau einem Jahr war ich mit diesem kleinen Ewok in unserem Hamburger Innenhof unterwegs. Wie gestern kommt mir das vor, dass wir hinter dem alten Baum verstecken gespielt haben. Und doch liegen über 360 Tage dazwischen, die so voller Abenteuer, Aufregung, Glück, Anstrengung, Lachen und manchmal auch Weinen waren, so voll von Glücksmomenten, dass sie allein schon für (m)ein ganzes restliches Leben reichen würden. Ja, die Zeit mit Kindern vergeht schnell, schneller, wie der Wind. Aber wenn wir in dem einen kleinen besonderen Moment sind, in dem wir gemeinsam lachen, uns in die Augen blicken, zusammen tanzen, herumalbern, uns in den Arm nehmen, die Wärme spüren, die Nähe, die unendliche Liebe – dann ist das wie ein kleines Stück Ewigkeit. In diesen Augenblicken ist keine Eile, kein Stress. Ich möchte zurückblicken können und sagen, ja, ganz bewusst habe ich gelebt. Den Moment genossen. Ich möchte mich nicht fragen, wo um Himmels Willen die Jahre geblieben sind und was ich eigentlich gemacht habe. Das ist für mich #langsam leben.

#Sehnsucht

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Wohin ich immer reise,
Ich fahr nach Nirgendland.
Die Koffer voll von Sehnsucht,
Die Hände voll von Tand,
So einsam wie der Wüstenwind.
So heimatlos wie Sand:
Wohin ich immer reise,
Ich komm nach Nirgendland.
Die Wälder sind verschwunden,
Die Häuser sind verbrannt.
Hab keinen mehr gefunden.
Hat keiner mich erkannt.
Und als der fremde Vogel schrie,
Bin ich davon gerannt.
Wohin ich immer reise,
Ich komm nach Nirgendland.
Das Gedicht heißt „Kein Kinderlied“ und ist von Mascha Kaléko, die 1938 als Jüdin Deutschland verlassen musste und in die USA auswanderte. Für mich beschreibt kein Gedicht das Wort #sehnsucht besser und trauriger: Wir alle sehnen uns nach dem einen Ort, der unser Daheim ist, unser Seelenort, der Geborgenheit verheißt, Frieden, Angekommen sein. Jeder, der einen solchen Sehnsuchtsort hat, den er aufsuchen kann, der darf sich glücklich schätzen und dankbar sein. Denn für viele Menschen gibt es diese Orte nicht mehr, weil sie verloren gingen, zerstört wurden. Man kann aber dabei helfen, für diese Menschen neue Orte zu schaffen und das sollten wir uns gerade zur Weihnachtszeit immer wieder bewusst machen.

 

#selbstgemacht

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Vermutlich haben viele von uns im Oktober und November noch große Pläne im Bezug auf selbstgemachte Weihnachtsgeschenke, die dann im Laufe der voranschreitenden Wochen von der selbstgestrickten Stola mit Zopfmuster zu einer schnell gerollten Bienenwachskerze werden (Bitte sagt, dass es nicht nur mir so geht!). Ganz frisch wurde hier ein ausserweihnachtsplanmässiger Pullunder fertig für Frau Len. Aus unglaublich weicher Merinowolle von malabrigo. Sogar mit aufgestickten Blümchen. Und wie immer in der falschen Farbe. Jetzt habe ich aufgegeben und rosa Wolle bestellt – meine Welt wird rosa.

#Naturmagie

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Wunderschön und ohne weitere Worte.

Falls ihr Lust habt, auch einen Beitrag zu schreiben, schaut doch einfach hier – dort findet ihr die Liste mit allen Themen sowie eine kleine Linksammlung, in die sich jeder eintragen kann, der mag 🙂

Habt eine schöne Dezemberwoche!

Eure Martina

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