Leb wohl, Winterblues – Inspirationen für den Februar

Der Februar genießt nicht unbedingt den besten Ruf unter den Monaten. Kalt ist er und grau, nass und voller Schneematsche. Der Zauber der Winterweihnachtsträume ist vorbei und wir warten voller Sehnsucht auf den Frühling, auf das Grün, die Wärme und die Sonne (Hallo Vitamin-D-Mangel!). Einen undankbaren Platz hat er da abbekommen, der verschmähte Februar.
Dabei birgt er richtig viel Potential. Ehrlich! Der Februar ist nämlich die Zeit der Gemütlichkeit, des Genusses und des Entrümpelns. Das geht ohne viel Aufwand oder Geld und tut wahnsinnig gut.
Für all diejenigen, die sich beim besten Willen nicht vorstellen könne, dass ausgerechnet der Februar schön werden könnte, habe ich hier meine Vorsätze, Ideen und Pläne für den Februar gesammelt, die unter dem Motto ‚Slow living‘ stehen. Ich möchte diesen Monat nutzen, um achtsamer gegenüber mir selbst, meiner Familie und meiner Umwelt zu sein; Dinge bewusster tun und wahrnehmen, Tempo und Stress drosseln. Dazu muss man nicht sein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Kleine Schritte machen schon einen großen Unterschied.
1. Genuss I: Neues auf den Speiseplan
Möööp – hat sie nun auch noch Foodblog-Ambitionen? Mitnichten! Kochen kann ich zwar, aber für mich ist das oft Pflichtprogramm. Die wahren kulinarischen Höchstleistungen vollbringt bei uns der Liebste, wovon die kleine Frau und ich sehr profitieren. Deshalb folgt nun kein ausgeklügelter Speiseplan, sondern zunächst die Ambition, überhaupt einmal wieder selbst zu kochen. Alternativ auch zu backen. Und vor allem: etwas neues ausprobieren. Ich möchte mir die Zeit nehmen, mich durch neue Rezepte zu arbeiten, Zutaten zu testen, mit denen ich noch nie gearbeitet habe oder neue Zubereitungsformen ausprobieren.
Zum Glück wimmelt es im Netz ja nur so von zauberhaften Foodblogs und sündhaften Leckereien. Einer meiner liebsten, und das schon seit Jahren, ist das fräulein glücklich. Neben verführerischen Back- und Kochideen macht sie die weltschönsten Foodbilder, für die sie auch schon Preise bekommen hat. Und ist außerdem sowas von sympathisch! Also bitte, wer sie noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern. Auf meiner to-cook-Liste steht ihr vegetarischer Burger, denn ich bin noch immer auf der Suche nach der perfekten fleischfreien Alternative. Außerdem möchte ich mich an diesen Schoko-Salz-Karamell-Cookies versuchen, weil Salz und Schokolade in Kombination einfach unfassbar genial sind.
2. Genuss II: Raus in die Natur
Ein Klassiker, aber einfach das beste, was man in der grauen Jahreszeit machen kann: Warme Kleidung an und einmal täglich raus, auch wenn es nur 10 Minuten sind. Ein Spaziergang durch den Wald oder den Park macht den Kopf frei, gibt Ruhe und stärkt das Immunsystem. Ihr habt absolut keine 10 Minuten übrig, weil so viel zu tun ist? Dann solltet ihr erst recht rausgehen. Es gibt wirklich und wahrhaftig kein besseres Entschleunigungsprogramm. Steigt einfach eine Busstation früher aus, nutzt die Mittagspause für einen Spaziergang um den Block, geht zu Fuß einkaufen. Und plötzlich sprudelt auch der qualmende Kopf wieder vor Ideen – ehrlich. Ich weiß, dass es gerade am Anfang schwer ist, sich aufzuraffen. Aber ich verspreche euch, hoch und heilig: Wenn ihr es geschafft habt, werdet ihr im Nachhinein nie bereuen, den Fuß vor die Tür gesetzt zu haben. Wirklich nie.
Neben der täglichen Frischluftdosis wollen wir außerdem die Wochenenden nutzen um Familienausflüge in die Natur zu machen. Quasi vor unserer Haustür liegen die wundervollen oberbayrischen Seen, das Allgäu und, natürlich, die Alpen. Ausgerüstet mit Kraxe und Rucksack möchten wir wenigstens einmal in die Berge und einmal an den See. Langes Wandern durch die Natur, frische Luft und zum Abschluss gemütlich essen gehen sind das beste Mittel gegen Winterblues.
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3. Genuss III: Komm in Bewegung!
Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist  nämlich allerhöchste Zeit für Sport. Viel zu lange habe ich es vor mir hergeschoben und vor einigen Tagen endlich wieder mit meinem alten Programm begonnen, einer Mischung aus Yoga und Pilates. Früher bin ich in Yogaklassen gegangen und möchte mir nach unserem Umzug mittelfristig auch wieder eine Gruppe suchen. Zum Einen, weil man andere Leute trifft und kennenlernt, zum Anderen weil man gerade im Yoga neue Übungen nur unter fachkundiger Anleitung machen sollte – zu schnell macht man mit falschen Haltungen mehr kaputt, als man aufbaut. Momentan mache ich mein Work-Out zu Hause mit der liebevollen Unterstützung der kleinen Frau (die mir jedes Mal begeistert meine Matte ausrollt) und einiger Pilates- und Yoga-Youtuberinnen, denen ich teilweise schon seit Jahren folge. Dazu gehört an erster Stelle Cassey Ho mit ihrem Blog „Blogilates“, die wirklich groß-ar-tige, Pilatesbasierte Übungen vorstellt. Ihre Kurse sind auf Englisch und sie hat ein recht quirliges, ansteckendes Wesen – ich persönlich mag sie sehr gerne. Yoga mache ich viel mit Happyundfityoga. Aber wie bereits gesagt, möchte ich an dieser Stelle dringend davon abraten, als Yoga-Anfänger nur mit Onlinekursen zu arbeiten. Bitte sucht euch einen überschaubaren Kurs, in dem der Lehrer Zeit hat, euch zu korrigieren. Wer über eine gewisse Erfahrung verfügt und weiß, worauf es zu achten gilt, der kann dann auch zu Hause los legen.
Ich versuche wieder täglich 15-30 Minuten meine Übungen zu machen und schon nach wenigen Tagen geht es mir tatsächlich so viel besser. Meine Haltung ist gerader, ich fühle mich fitter und vor allem ruhiger im Kopf. Also los und Schluss mit Ausreden! Fangt wieder an oder fangt überhaupt an, ob nun als Yoga-Mensch, Ballspieler, Läufer oder Karatekämpfer. Ein positiver Nebeneffekt ist außerdem, dass man bereits jetzt ein bisschen an der Sommerfigur arbeitet. Das hat ja auch was.
4. Gemütlichkeit: Entspannungsmomente
Wisst ihr, was das Schöne an Bewegung und Sport ist? Dass die Entspannung danach noch viel intensiver ist, als wenn man den ganzen Tag nur auf dem Sofa lag. Viel bewusster nimmt man seinen Körper wahr und kann dabei abschalten. Und dann gibt es da noch die tausend und eins kleinen Dinge, die dem Herz und der Seele gut tun. Lieblingsmusik hören, in Büchern schmökern, den feinen Schoko-Minz-Tee trinken oder einen Kaffee mit Kardamom. Sich Kleinigkeiten gönnen, zum Beispiel ein Stück Salzschokolade (ja, ich bin süchtig) oder eine Massage buchen. Freunde zum Raclette treffen oder alleine ins Kino gehen. Euch fallen bestimmt viele Sachen ein, die ihr gerne mögt. Macht euch eine Liste und wenn der Winterblues ganz besonders zuschlägt, werft einen Blick darauf und lasst euch inspirieren. Plant diese Zeiten nur für euch fest ein und macht verbindliche Termine. Dann habt ihr kleine Inseln, auf die ihr euch freuen könnt, wenn alles gerade wieder ganz besonders schlimm nervt.
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5. Entrümpeln: Mach Platz!
Alles, was du besitzt, besitzt irgendwann dich. Alte Fightclub-Weisheit und sehr, sehr wahr. Wir hängen an Besitztümern, sammeln sie zuhauf. Kleidung, Kosmetik, Deko, Spielzeug. Wir ertrinken regelrecht darin und können uns von so wenig trennen. Weil man es ja noch einmal brauchen könnte. Weil es schön ist. Weil es persönlichen Wert besitzt. Weil man es einfach haben will. Zugegeben, auch wir besitzen ziemlich viel Zeug, zumindest für meinen Geschmack. Dabei hat unser Kind schon vergleichsweise wenig Spielsachen und immer, wenn Neues dazu kommt, muss Altes weichen. Gleiches gilt für meinen Kleiderschrank und mittlerweile auch für Kosmetik und Hygieneartikel. Ich finde es so befreiend, Platz zu schaffen; als ob ich dann mehr Raum zum atmen habe. Nehmt euch die Zeit, schaut eure Schränke durch, eure Regale und Kommoden. Denkt dabei nicht zu viel darüber nach. Wenn ihr nicht sofort wisst, warum ihr einen bestimmten Gegenstand habt, was ihr damit macht und wann ihr ihn zuletzt genutzt habt, dann weg damit. Spendet die Sachen, tauscht oder verkauft. Vom Erlös könnt ihr euch dann vielleicht sogar ein Wochenende wegfahren und schlagt somit mehrere Fliegen mit einer Klappe: Mehr Platz, mehr Freiheit und ein kleiner Urlaub.
Das sind meine kleinen, großen Vorsätze und Pläne. Was sind eure Alltagsfluchten im Februar? Lasst es mich gerne wissen, ich freu mich immer über Inspiration!
Liebste Grüße
eure Martina

 

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Ein Gedanke zu “Leb wohl, Winterblues – Inspirationen für den Februar

  1. Danke dafür!
    Der Tipp mit fräulein glücklich ist wirklich gut. Tolle Bilder.
    „Früher“ habe ich auch mal gekocht und sehr gern gebacken. Das hat eigentlich auch so etwas entspannendes.
    Du hast Recht, ich sollte meinen Wohlfühl-Zeit wieder öfter planen.
    Ich habe auch vor kurzem Yoga für mich entdeckt, bin aber am Abend immer so kaputt, dass ich glaube, nichts anderes tun zu können, als (z. B. D)einen Blog zu lesen und früh schlafen zu gehen.

    Auch ich und wir lieben das Allgäu und die Natur vor der Tür.

    Einen schönen Februar euch!

    Lucas

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