Monatsrückblick Mai

Der Monatsrückblick für den Mai kommt dieses Mal ziemlich spät, denn der Tod meiner Oma hat einige Dinge dann doch etwas in den Hintergrund rücken lassen. Außerdem wollte ich ihr einen Abschiedsbrief schreiben, bevor ich  die schönen und traurigen Momente des letzten Monats aufschreibe, aber dafür habe ich einfach einige Zeit gebraucht; Zeit, um loslassen zu können, Zeit, um überhaupt Worte zu finden.

Neben der Trauer gab es dennoch schöne Augenblicke: Ich bin dankbar für meine Familie, die immer da ist, in guten und in schlechten Zeiten. Und dankbar bin ich auch für all die wertvollen Erinnerungen, die ich an meine Oma habe.  Einmal mehr ist mir bewusst geworden, dass es im Leben nicht um Materielles geht. Wenn eines Tages meine Zeit des Abschiednehmens kommt, werde ich nämlich nicht über verpasste Aktiengewinnen nachdenken oder die Tatsache, dass ich keine Luxus-Handtaschensammlung hinterlasse. Stattdessen werde ich mich daran erinnern, wie wir als Kinder durch das kleine Dorf geräubert sind, an den Geschmack von Schokoladeneis und Kirschen, an das Lachen meiner Oma, die Stimme meiner Mama und daran, wie geborgen ich mich immer bei ihr fühle; ich werde mich daran erinnern, wie mein Papa mir Fahrrad fahren beigebracht hat (Danke für stundenlanges unermüdliches Festhalten und Mitrennen, weil ich mich nicht getraut habe, ohne Stützräder zu fahren. Und Danke auch fürs loslassen, in jeder Hinsicht), daran, wie er mit seiner Enkeltochter Geheimnisse ausheckt und wie Lenes Augen leuchten, wenn sie von ihrem Opa spricht. Nie vergessen werde ich das Glück, dass ich mein Mädchen unter meinem Herzen tragen durfte, an ihren Schluckauf im Bauch und ihre Tritte, an die Hochzeit mit dem Liebsten, die besten Freunde der Welt, die durchtanzten Nächte, das Erreichen des Gipfels nach stundenlanger Bergwanderung. Jeder Tag hält so viele kleine Glücksmomente bereit, wir müssen sie nur sehen.

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Nun aber endlich noch ein paar Erinnerungen an unseren Mai 2017, der nämlich wirklich schön begann mit gutem Wetter und sattem Grün.

Glücksmomente: Wir waren oft im Paradies bei Possenhofen (und der Name ist wahrlich keine Übertreibung) und haben den See, die Sonne und das ein oder andere Eis genossen. Außerdem waren wir im Schloss Linderhof und haben Prinzessinnen gespielt.

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Gedacht: Wir müssen öfter in die Berge fahren, eigentlich jeden Tag!

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Gemacht: Sommerkleider genäht für die kleine Frau.

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Gelesen: Hauptsächlich die Süddeutsche Zeitung.

Weise Worte der kleinen Frau: „Mama, du musst nicht traurig sein. Die Oma ist jetzt bei dem kleinen Vogel und da spielen sie einfach so!“ (Der kleine Vogel ist kurz nach unserem Einzug gegen die Wohnzimmerscheibe geflogen und wir haben ihn im Steingarten beerdigt. Lene spricht noch oft von ihm).

Das machen wir im Juni: Urlaub bei Oma und Opa, Kirchweih feiern, Besuch von Freunden bekommen

 

Alles Liebe,

Martina

 

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